🌞 Linux Lama 🌞 @LinuxLama
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ÖZDEMIR AUF DEM BROCKEN UND MERZ IN QUEDLINBURG – ZWEI HERREN ERKLÄREN DEM OSTEN, DASS ER NICHT ERWACHSEN IST Sachsen-Anhalt bleibt wirklich nichts erspart. Erst kommt Habeck und spielt den Brandmauerhelden. Dann steigt Cem Özdemir in die Schmalspurbahn, fährt auf den Brocken, zieht die rote Kanada-Jacke über und blickt hinunter auf ein Land, das er für unmündig hält. Unten stehen die Eingeborenen. Oben steht der Mann, der Baden-Württemberg als Musterländle übernommen hat und es inzwischen als Warnschild mit sich herumträgt. Er nennt das disruptiv. Disruptiv heißt zerstören. Disruptiv heißt bestehende Strukturen zerlegen, Märkte zerreißen, Geschäftsmodelle pulverisieren und hinterher so tun, als sei das Modernisierung gewesen. Genau das haben die Grünen im Südwesten mit Energie, Industrie und Mittelstand gemacht. Und genau deshalb hat dieser Ministerpräsident plötzlich Zeit, eine Woche lang im Harz Wahlkampf zu machen. Wenn daheim nichts mehr blüht, kann man ja den Nachbarn belehren. Auf dem Brocken verlief einmal die innerdeutsche Grenze. Özdemir steht dort nicht zufällig. Er spielt den Wächter am neuen Schutzwall. Die Brandmauer ist seine Staatsräson. Sie soll den Wind der Realität draußen halten, die Umfragen, die Lebenserfahrung, die Wut über Messer, Behördenchaos, Deindustrialisierung und Belehrung. Magdeburg dürfe kein Vorort von Moskau werden, tönt er. Als hätten die Leute zwischen Harz und Elbe Putin gewählt, bloß weil sie die Partei wählen, die ihre alltäglichen Sorgen endlich beim Namen nennt. Als wäre ein AfD-Ministerpräsident automatisch ein Statthalter des Kreml, während grün-schwarze Politik in Stuttgart und schwarz-rote Politik in Berlin das Land in Abhängigkeit von teurem Strom, teurem Staat und teurer Moral geführt haben. Wer Deutschland liebt, sagt Özdemir, macht es nicht abhängig von autoritären Herrschern. Schön. Wer Deutschland liebt, macht es auch nicht abhängig von einer Partei, die Bürokratieabbau predigen muss, weil sie selbst den Turm aus Verboten, Formularen und Förderprogrammen gebaut hat. Dann der Marktplatz in Wernigerode. Gut gefüllt, heißt es bei den üblichen Verdächtigen. Hundert Leute. Der zweitbeliebteste Politiker der Republik spricht vor einem Häufchen und tut, als halte er eine Volksversammlung. Bürokratieabbau sei sein Top-Thema, man müsse überraschen, man müsse disruptiv sein. Das ist der Witz des Jahres. Die Partei, die jedes Gewerbe mit Berichtspflichten, Heizungsregeln, Lieferkettenmoral und Klimabuchhaltung zugeschüttet hat, entdeckt plötzlich die Abrissbirne. Nur nicht gegen sich selbst. Die Abrissbirne gilt dem Wähler, der aus der Reihe tanzt. Bewahren wollen die anderen. Zerstören wollen angeblich die Falschen. Dabei liegt das zerstörte Musterländle direkt vor der Haustür des Mannes, der das sagt. Und dann die Szene, an der die ganze Moral dieser Truppe zerplatzt. Die grüne Spitzenkandidatin in Sachsen-Anhalt muss erklären, dass ihr Mann in den Neunzigern in Quedlinburg in der rechtsextremen Szene unterwegs war. Sie will das nicht kleinreden. Es sei dreißig Jahre her. Menschen könnten sich ändern. Jeder, der sich in Sachsen-Anhalt auskenne, wisse, wie die Jugendzenen damals sortiert waren. Özdemir setzt noch eins drauf. Wenn eine verstehe, wie man aus Menschen, die dieses Land hassen, die Nazis sind, gute Bürger mache, dann sei es sie. Halt. Dieselbe politische Familie, die einem AfD-Wähler von 2026 die Jugend, den Nachbarn, den Onkel und den Betrieb vorhält, entdeckt bei den eigenen Leuten die Kraft der Reue. Wandel gilt, wenn er ins eigene Lager führt. Wandel gilt nicht, wenn ein Ostdeutscher 2026 die AfD wählt, weil er keine Lust mehr auf Belehrung, Migration ohne Kontrolle und eine Wirtschaft hat, die man ihm als Klimaprojekt verkauft hat. Aus Nazis macht man Bürger, wenn sie später für die Grünen arbeiten. Aus Bürgern macht man Nazis, wenn sie Ulrich Siegmund wählen. Das ist keine Vergangenheitsbewältigung. Das ist Herrschaftstechnik. Die einen dürfen ihre Jugendsünden als Bildungsroman erzählen. Die anderen bleiben auf Lebenszeit verdächtig. Wer 1995 falsch rumstand, kann 2026 lupenreiner Demokrat sein. Wer 2026 falsch kreuzt, ist Teil einer Ressentimentmaschine. So funktioniert die neue Dreiklassenrepublik. Oben die moralisch Geläuterten. In der Mitte die geduldeten Mitläufer der Brandmauer. Unten der Zahlesel, der das Ganze finanzieren soll und dafür Wutbürger heißt. Denn während Özdemir vom Brocken herunterpredigt, steht in derselben Woche Friedrich Merz in Quedlinburg und spricht den Satz, der alles verrät. Sachsen-Anhalt dürfe kein Experimentierfeld für Wutbürger werden. Derselbe Ort, in dem die Grünen gerade die Jugendgeschichte eines Ehemanns als Beweis für Wandel verkaufen, wird vom Kanzler zur Quarantänezone erklärt. Kühlungsborn hat ihn ausgepfiffen. Quedlinburg darf ihn kaum noch öffentlich sehen. Also trifft er sich abgeschottet mit den eigenen Leuten und erklärt den Rest des Landes zum Risiko für Investoren. Nicht die gescheiterte Energiepolitik. Nicht die ungelöste Migration. Nicht die Verachtung für den Osten. Nein, die Wut der Leute ist das Problem. Die Wut, nicht ihre Ursache. Da schließen sich die Kreise. Özdemir und Merz brauchen einander. Der eine liefert die Moral, der andere die Machtformel. Der eine sagt Nazi, der andere sagt Wutbürger. Beide meinen denselben Menschen: den Wähler, der nicht mehr mitspielt. Beide predigen die Brandmauer, als sei sie Verfassungsrecht. Beide tun so, als drohe der Untergang, wenn in Magdeburg jemand regiert, den Berlin nicht ausgesucht hat. Dabei ist die eigentliche Zäsur längst da. Ein Land, in dem vierzig Prozent eine Partei wählen und dafür kollektiv unter Generalverdacht gestellt werden, ist nicht bedroht durch diese Wähler. Es ist bedroht durch eine politische Klasse, die Mehrheit nicht mehr erträgt. Özdemir warnt vor der Abrissbirne und ist selbst die Abrissbirne. Er warnt vor Abhängigkeit und hängt an einem Politikmodell, das Wohlstand gegen Haltung tauscht. Er spricht von Heimat bewahren und kommt aus einem Landesteil, in dem Heimat unter Windrädern, Strompreisen und Abwanderung ächzt. Er redet von Demokratie und meint die Erlaubnis, nur innerhalb der vorgeschriebenen Parteien zu wählen. Die Grünen in Sachsen-Anhalt liegen am Boden. Deshalb muss der Stargast aus Stuttgart anrücken. Deshalb muss der Brocken herhalten. Deshalb muss die Vergangenheit des Ehemanns zur Bekehrungsgeschichte umgebaut werden. Alles, nur nicht die einfache Frage beantworten: Warum wählen so viele Menschen eine Partei, die ihr für Nazis erklärt? Weil sie die Lüge satt haben. Weil sie merken, dass Wandel nur in eine Richtung gilt. Weil sie es leid sind, vom Brocken, aus Berlin und aus Stuttgart erklärt zu bekommen, sie hätten keinen Grund zur Wut. Der Grund steht vor ihnen. Er trägt eine Kanada-Jacke, sagt disruptiv und hält die Wacht am Schutzwall. Und neben ihm steht ein Kanzler, der denselben Bürger, den er um Stimmen bittet, zum Experiment erklärt. Am 6. September wird in Sachsen-Anhalt gewählt. Nicht über Putin. Nicht über Jugendzenen der Neunziger. Über die Frage, ob die Leute im Land noch Herren im eigenen Haus sein dürfen oder weiter Zuschauer auf dem Marktplatz bleiben sollen, während oben auf dem Berg jemand disruptiv die Demokratie erklärt.
FRISTLOSE KÜNDIGUNG NACH FÜNFZEHN JAHREN: DIAKONIE WIRFT AFD-KANDIDATIN RAUS NUR WEIL SIE DIE FALSCHE PARTEI WÄHLT Das ist der absolute Wahnsinn! Martina Müller hat seit 2011, also fünfzehn lange Jahre, im Hospiz mission:lebenshaus gearbeitet. Mit Überzeugung, mit Verantwortung, als Vorsitzende der Mitarbeitervertretung hat sie sich für die Beschäftigten eingesetzt. Und jetzt fliegt sie fristlos raus. Warum? Weil sie für die AfD im Kreistag Friesland und im Gemeinderat Wangerland kandidiert. Mehr braucht es nicht. Die diakonische Einrichtung, Tochter des Vereins für Innere Mission in Bremen, verlangt schriftlich, dass sie die Kandidaturen zurückzieht und sich von jeder aktiven Unterstützung der AfD distanziert. Abmahnung am 30. Juli, Frist bis 7. August. Als sie sich weigert, kommt am 17. August die fristlose Kündigung. Pure Nötigung! Diese Leute predigen christliche Grundwerte, Offenheit ungeachtet des Glaubens und der Herkunft, Nächstenliebe und Vielfalt. Im Leitbild steht es schwarz auf weiß. Doch sobald jemand politisch die falsche Partei wählt, ist Schluss mit der christlichen Barmherzigkeit. Stattdessen droht man mit dem Jobverlust, bedroht die berufliche Existenz einer langjährigen Mitarbeiterin, die nichts anderes will, als sich für die Menschen in ihrer Gemeinde einzusetzen. Das ist Heuchelei vom Feinsten. Die AfD ist eine legale Partei, sitzt im Bundestag und in den Landtagen, und trotzdem wird hier wirtschaftliche Abhängigkeit ausgenutzt, um jemanden von seinem demokratischen Recht abzubringen. Das riecht nach Wählernötigung nach Paragraph 108 Strafgesetzbuch. Versuch schon strafbar, bis zu fünf Jahre Haft möglich. Und wer zahlt das alles? Der Steuerzahler! Der Verein kassiert massiv öffentliche Mittel, Hunderttausende für Beratung und Projekte, Stadt und Land fördern ihn. Mit unserem Geld finanzieren sie eine Organisation, die Vielfalt und Gerechtigkeit predigt und dann Mitarbeiter rauswirft, die nicht die genehme Meinung vertreten. Martina Müller ist zu Recht schwer enttäuscht. Nach so langer vertrauensvoller Zusammenarbeit wird sie genötigt und vor die Tür gesetzt, nur weil sie sich politisch engagieren will. Sie will klagen, und das muss sie auch. Martin Sichert von der AfD sagt es klar: Das ist der völlige Wahnsinn, wo wir in Deutschland angekommen sind. So zerstört man Demokratie. Kirche und Diakonie, die von Steuergeldern leben, spielen sich als Moralwächter auf und bestrafen abweichende Meinungen mit Existenzvernichtung. Offene Begegnung? Nur für die, die richtig wählen. Das stinkt zum Himmel. Wenn das Schule macht, können wir die freie Meinungsäußerung und das Wahlrecht gleich begraben. Abscheulich, was hier abläuft!
Alicia Joe wendet sich 2023 an Ben Berndt und möchte gerne in seinen Podcast eingeladen werden. Macht er dann auch. Die Folge hat allein auf Youtube 353.000 Abrufe. Jetzt sitzt Alicia Joe im ARD-Podcast "Deutschland3000" und sagt, dass sie heute eine Einladung zu "Ungeskriptet" nicht mehr annehmen würde. Sein Podcast sei "gekippt", weil er sich "so eine Community" aufgebaut habe. Sie würde aber grundsätzlich gerne Einladungen kleiner Kanäle annehmen, um diese zu pushen. Deswegen sitzt sie wahrscheinlich jetzt bei diesem vom NDR mit viel Aufwand betriebenem Podcast mit der im ÖRR omnipräsenten (warum auch immer) Eva Schulze. Ihre Folge dort hat nach 12 Tagen knapp 17.000 Aufrufe. Und dieser teure ÖRR-Podcast hat bisher 41.000 Abonnenten. Zum Vergleich: Ben hat auf YT 1,16 Mio Abos. Das letzte Video 3,1 Mio Abrufe.
In fast 4 Stunden geht es um seinen Weg von der CDU zur AfD, um einen Angriff auf ihn beim Plakatieren, um seine Position zum Thema Remigration und natürlich um seine Pläne für die ersten 100 Tage im Amt des MP - falls er es schafft. youtu.be/9J-oOOLwba4?is…
Ein offener Brief von dem Journalisten Harald Martenstein an Daniela Behrens (SPD), die Innenministerin von Niedersachsen. Das aktive und passive Wahlrecht ist ein hohes Gut der Demokratie, und nur der Souverän entscheidet darüber, welche Kandidaten in die Parlamente kommen und in welcher Stärke die jeweiligen Parteien darin vertreten sind, und sonst niemand. Dass einzelne Kandidaten im Vorfeld von einer Wahl ausgeschlossen werden, wie aktuell mehrere Kandidaten der AfD von der Kommunalwahl, kennt man sonst nur in undemokratischen Staaten wie beispielsweise Russland, Belarus, Türkei und China. Ein Aufschrei aller demokratischer Parteien und der Medien müsste folgen. Bedauerlicherweise machen alle anderen Parteien dabei mit, die in den kürzlich eingerichteten Wahlausschüssen sitzen, und für ARD und ZDF ist dies höchstens eine Randnotiz wert, da es sich um Kandidaten der AfD handelt, die ansonsten jede missverständliche und grenzwertige Äußerung von AfD'lern ganz groß rausbringen, sich sogar dann noch dranhalten, wenn diese kurz danach aufgeklärt worden sind, wie der "Vogelschiss" von Gauland und das "Denkmal der Schande" von Höcke. »Sehr geehrte Daniela Behrens, da bin ich wieder! Sie sind eine Politikerin, wie es sie, finde ich, in der westdeutschen Geschichte selten gegeben hat. 2017 mussten Sie ihr Amt als Staatssekretärin in Niedersachsen aufgeben. Der Verdacht, dass Sie bei der Vergabe eines lukrativen staatlichen Auftrags manipuliert haben, ließ sich nicht ausräumen. Vetternwirtschaft? Bald darauf wurden ausgerechnet Sie von Ihrer SPD zur Innenministerin befördert. Jetzt versuchen Sie, die Kommunalwahlen in Niedersachsen zu manipulieren. Ein AfD-Kandidat nach dem anderen wurde von der Wahl ausgeschlossen. Die Partei ist legal. Einer der Vorwürfe an AfD-Kandidaten lautet, dass sie für die AfD politisch tätig seien. Klingt irre. Natürlich könnte es auch stichhaltige Vorwürfe geben. Betroffene wollen wissen, was denn genau der Grund ihres Ausschlusses ist. Ihnen wird mitgeteilt, dass die sie betreffenden Unterlagen oder Dossiers nach dem Urteilsspruch gelöscht wurden. Man wird also eines Grundrechts beraubt und erfährt nicht mal, weshalb. Man ist wehrlos. Der Rechtsweg wird schwierig, wenn Beweismittel vernichtet sind. Aber alles soll demokratisch aussehen. Orwells „1984“ wird wahr. In Niedersachsen. Hat es eine vergleichbare Vergewaltigung von Grundrechten in Deutschland schon einmal gegeben? Ich glaube schon. In der DDR. Mit besten Grüßen Harald Martenstein« @AchimWinter_ @Hadmut @PublicoMag @ActaKlonovsky @TichysEinblick @niusde_ @apollo_news_de @jungefreiheit @AlexWallasch
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Zwölf Prozent — und der Ruf nach dem Verbot Man muss sich diese eine Zahl auf der Zunge zergehen lassen, ganz langsam, damit ihre Wucht ankommt: zwölf Prozent. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands, die Partei von August Bebel und Friedrich Ebert, von Willy Brandt und Helmut Schmidt, die Partei, die dieses Land über anderthalb Jahrhunderte mitgeformt hat — sie steht in der neuesten Sonntagsfrage bei zwölf Prozent. Hinter den Grünen. Nur noch zwei Pünktchen vor den Postkommunisten der Linkspartei. Eine Volkspartei? Das ist Geschichte. Was bleibt, ist ein Apparat, der sich an Posten, Pöstchen und Parteistiftungen festkrallt, während ihm die Wähler in Scharen davonlaufen. Und die AfD? Steht bei 29 Prozent. Kratzt seit Wochen an der Dreißig-Prozent-Marke und hält sich dort, beharrlich, unbeeindruckt von jeder Skandalisierungskampagne, die das halbe Land über sie ausgekippt hat. Stärkste Kraft, sieben Punkte vor der Union. In den Umfragen anderer Institute waren es zuletzt sogar neun. Im Osten reden wir längst nicht mehr darüber, ob die AfD vorne liegt, sondern wie hoch sie gewinnt: achtunddreißig Prozent in Sachsen, sechsunddreißig in Thüringen. Das ist keine Momentaufnahme mehr. Das ist eine politische Tektonik, und sie verschiebt sich genau in die Richtung, die den Berliner Apparatschiks den Schlaf raubt. Der Verbotsreflex einer Untergehenden Was also tut eine Partei, die auf zwölf Prozent abgestürzt ist, wenn die Konkurrenz bei dreißig steht? Sie fragt sich, was sie falsch gemacht hat. Sie geht in sich, hört ihren verlorenen Wählern zu, korrigiert den Kurs. So wäre es, wenn in der SPD noch ein Funke demokratischen Instinkts glimmte. Stattdessen das exakte Gegenteil. Lars Klingbeil — Parteichef, Finanzminister, Vizekanzler — fordert in diesen Tagen wieder einmal ein Verbotsverfahren gegen die stärkste Oppositionspartei des Landes. Man stehe „in der Pflicht als Verteidiger von Demokratie und Verfassung“, alle Möglichkeiten ernsthaft zu prüfen. Auf ihrem Parteitag hat die SPD die Vorbereitung dieses Verbots sogar einstimmig durchgewunken, eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe darf nun Belastungsmaterial zusammentragen, und eine einschlägige NGO liefert pünktlich ein über dreitausendseitiges Gutachten, das dem Ganzen einen seriösen juristischen Anstrich verpassen soll. Halten wir kurz inne und betrachten die Groteske in ihrer ganzen Pracht. Eine Partei, der noch zwölf von hundert Bürgern ihre Stimme geben, will einer Partei, die fast dreißig von hundert wählen, per Gericht das Existenzrecht entziehen. Und nennt das „wehrhafte Demokratie“. Man muss schon eine bemerkenswerte Verachtung für den Souverän mitbringen, um dieses Manöver mit ernster Miene als Rettung der Demokratie zu verkaufen. In Wahrheit ist es deren glattes Gegenteil: der Versuch, ein Wahlergebnis, das einem nicht in den Kram passt, mit den Mitteln der Justiz wegzuräumen, weil man es an der Wahlurne nicht mehr verhindern kann. Während Wolfsburg blutet Und hier liegt der eigentliche Skandal dieser Nummer. Während Klingbeil seine Kraft darauf verwendet, den politischen Gegner zu kriminalisieren, bricht um ihn herum das industrielle Rückgrat dieses Landes weg. In dieser Woche sickerte durch, dass Volkswagen weltweit bis zu 100.000 Stellen streichen will — doppelt so viele wie bisher geplant. Vier deutsche Werke stehen auf der Kippe: Hannover, Zwickau, Emden, dazu Audi in Neckarsulm. Rund vierzigtausend Menschen, deren Existenz an diesen Standorten hängt. Und das ist nur die Spitze. Rechnet man Zulieferer und Dienstleister hinzu, geht es um ein Vielfaches an Familien, deren Lebensplanung gerade über Nacht zur Disposition steht. Das ist der Finanzminister dieses Landes. Der Mann, dessen Aufgabe es wäre, dafür zu sorgen, dass Deutschland überhaupt noch ein Standort bleibt, an dem sich Investieren und Produzieren lohnt. Stattdessen sitzt er in Arbeitsgruppen und brütet über Verbotsanträgen. Man fragt sich ernsthaft: Hat dieser Mann eigentlich begriffen, in welchem Zustand das Land ist, dessen Kasse er verwaltet? Oder ist ihm die Verteidigung der eigenen Pfründe am Ende wichtiger als die Hunderttausenden, die heute um ihre Arbeit bangen? Wer bei zwölf Prozent steht und trotzdem nichts Dringenderes zu tun hat, als über die Abschaffung der Konkurrenz nachzudenken, der hat mit dem wirklichen Leben der Menschen, die er zu vertreten vorgibt, längst abgeschlossen. Die Brandmauer als Sargnagel Die Union? Bei 22 Prozent. Einen mageren Punkt über ihrem historischen Tiefstwert, dem schlechtesten Stand seit November 2021. Friedrich Merz, einst angetreten mit dem Versprechen, die AfD zu halbieren, hat das Gegenteil vollbracht: Er hat sie verdoppelt. Und sein Rezept gegen den eigenen Niedergang? Trotz. Beim Tag der Deutschen Industrie, vor versammelter Wirtschaftselite, bekräftigte der Kanzler, er werde keine Minderheitsregierung wagen und suche „keine anderen Mehrheiten im Deutschen Bundestag“. Er habe „nicht die Absicht, unser Land den Radikalen zu überlassen“. Radikale — damit meint der Kanzler nicht die Klimakleber, nicht die Antifa-Schlägertrupps, die im Osten gerade einen Parteitag mit Drohbriefen überziehen. Er meint die fast dreißig Prozent seiner eigenen Landsleute, die der AfD ihre Stimme geben. Ein knappes Drittel der Wähler wird vom Regierungschef in einem Nebensatz pauschal zu Feinden der Republik erklärt. Beifall von den Industrievertretern inklusive. So klammert sich Merz an eine Koalition, die niemand mehr will. Neunundvierzig Prozent der Deutschen wünschen sich Neuwahlen. Sein Regierungspartner steht bei zwölf Prozent und diktiert ihm trotzdem den Kurs — weil der Kanzler sich selbst jede Alternative zugemauert hat. Das ist keine Stärke, das ist Selbstfesselung. Ein Mann, der lieber mit einer ausgezehrten, verbotswütigen SPD untergeht, als auch nur einen einzigen Gedanken an jene Mehrheitsverhältnisse zu verschwenden, die die Wähler ihm beschert haben. Wer eine Mauer um sich herum baut und sich dann wundert, dass er in der Zelle sitzt, dem ist nicht zu helfen. Wer hier wirklich die Demokratie bedroht Reden wir Klartext. Die ständige Beschwörung der „Bedrohung für die Demokratie“ ist zur hohlsten Phrase der Republik verkommen. Sie wird immer dann hervorgekramt, wenn den Altparteien die Argumente ausgehen — und die gehen ihnen permanent aus, weil sie für die Probleme dieses Landes keine Lösungen haben, sondern nur Schuldzuweisungen. Bedroht wird die Demokratie nicht von Millionen Bürgern, die eine legale, zugelassene Oppositionspartei wählen. Bedroht wird sie von einer politischen Klasse, die allen Ernstes erwägt, ebendiese Partei verbieten zu lassen, statt sich dem Wettstreit der Argumente zu stellen. Bedroht wird sie von Funktionären, die ein Wahlergebnis nicht ertragen und deshalb nach dem Bundesverfassungsgericht rufen wie das Kind nach der Mutter. Bedroht wird sie von einem Kanzler, der ein Drittel der Wählerschaft zu Aussätzigen stempelt und das auch noch für Staatsräson hält. Die zwölf Prozent der SPD sind kein Betriebsunfall. Sie sind ein Urteil. Die Wähler haben sehr genau verstanden, was diese Partei ihnen zu bieten hat: höhere Schulden, eine kollabierende Industrie, ungebremste Migration und im Zweifel den Ruf nach dem Verbotsrichter. Und je lauter die Etablierten nach dem Verbot schreien, desto unüberhörbarer beweisen sie, dass ihnen die Argumente abhandengekommen sind. Die AfD muss derzeit kaum etwas tun. Ihre fleißigsten Wahlhelfer sitzen in Berlin auf der Regierungsbank und arbeiten Tag für Tag an ihrem eigenen Untergang. Vielleicht ist das die bitterste Pointe der ganzen Geschichte: Eine Partei, die das Volk verbieten will, weil das Volk sie nicht mehr wählt, hat im Grunde längst kapituliert. Sie hat es nur noch nicht gemerkt. apollo-news.net/sonntagsumfrag…
"Signal is a honeypot, use X Chat instead!" The people who say this are the same people who see clickbait headlines like "hackers target Signal" and assume the encryption got cracked. It didn't, and it never has. Here's what's actually happening 🧵👇 1/5
@OCOCReport Die App wurde am 15. April 2026 von der Europäischen Kommission als Open-Source-Referenzimplementierung („Blueprint“) und nicht als finale, verpflichtende App für Endnutzer veröffentlicht. Der Hack betraf die öffentlich zugängliche Entwickler- bzw. Demo-Version auf GitHub.
@AnthropicAI Es gibt jetzt schon leistungsstarke Open-Source-Alternativen aus China, die qualitativ in der absoluten Spitzenliga mitspielen und deren Nutzung (oder das lokale Hosten) im Grunde kostenlos ist. DeepSeek V4-Pro & Flash, Qwen 3.6 & 3.7 und Kimi K2.6 & MiniMax M3.
@itsharmanjot Die Behauptung, dass „jede Firewall auf der Welt“ diesen Tunnel nicht blockieren kann und VPNs damit „ausgemustert“ seien, ist technisch übertrieben und lässt entscheidende Sicherheitsmechanismen moderner Netzwerke (Next-Generation Firewalls und DNS-Analysetools) außer Acht.
@wilderko Der Beitrag basiert auf real existierenden Zahlen aus den Transparenzberichten von Proton, vermischt jedoch rechtliche Verpflichtungen mit dem technischen Datenschutz (Ende-zu-Ende-Verschlüsselung) und erzeugt so ein irreführendes Bild über die Art der weitergegebenen Daten.
Die erste Folge von Amann mit Ben stieß auf Interesse. Die zweite mit dem famosen Harald Martenstein könnte schon die letzte gewesen sein. Amann fehlen analytische Fähigkeiten und journalistische Distanz für „unframed” Gespräche. Analytische Fähigkeiten: Amann hat nie RKI-Zahlen oder RKI-Protokolle studiert, sondern tut diese als „verstrahlte Verschwörungstheorien” ab. Typisch für ihr juste mileu ist, dass man sich nie mit Fakten beschäftigt, sondern unreflektiert den Elitenkonsens nachbetet: Impfungen, Klima, Krieg ... Journalistische Distanz: Amann fordert ein Verbot ganzer Landesverbände der AfD, weil die Partei Deutsche und Ausländer unterscheide. Dabei ist diese Unterscheidung fundamental für unser Grundgesetz und für jeden Staat der Welt. Außerdem ist es ihrer Ansicht nach verfassungswidrig, NGOs Subventionen zu streichen ... Der große Joachim Friedrichs forderte, ein Journalist dürfe sich mit keiner Sache gemein machen, auch nicht mit einer guten Sache. Amanns Agitation ist der klare Gegenentwurf hierzu. Köstlich, wie Martenstein sie bei einer handfesten Lüge ertappt, die sie dann sogar (als Versprecher) wiederholt, weil sie ihrem ideologischen Kaninchenbau nicht eine Minute entfliehen kann.
@godofprompt Es kommt überhaupt nicht darauf an, ob ein Video zu 10% oder zu 80% unter Zuhilfenahme von KI entstanden ist. Entscheidend ist, ob die KI als Werkzeug für einen menschlichen Creator dient oder ob sie als automatisierte Gelddruckmaschine missbraucht wird
@IntCyberDigest Ein wirksamer Schutz auf Netzwerkebene ist das Blockieren der Domain *.bright-sdk.com im heimischen DNS-Filter
@Webologie_me Obwohl das System als Cookie-Ersatz beworben wird, zeigt die Praxis, dass Websites die Technologie parallel zu bestehenden Tracking-Mechanismen (wie First-Party-Cookies oder Fingerprinting) einsetzen, um die Erkennungsraten von Profilen zu maximieren.
"Auf Basis verfügbarer Daten und vielfaltiger Stimmen zeichnet der Film ein differenziertes Bild der damaligen Krisenpolitik und ihrer Folgen. Er rückt dabei die zentrale Frage in den Fokus: Waren die Massnahmen gerechtfertigt" youtu.be/7MVga4H7yK0?is…
@KuptoKosmos Post 5 Vertrauen Sie auf physische Hardware-Kontrolle in Zeiten globaler Datenzugriffe, oder sehen Sie Kanadas Justiz weiterhin als zu großes Risiko für GrapheneOS? Wie beurteilen Sie diese Entwicklung?
@KuptoKosmos Post 4 Zudem verarbeiten die Server primär statische Daten wie OS-Updates. Da das Projekt prinzipiell keine Nutzerdaten, Chat-Inhalte oder Profile speichert, läuft auch ein physischer Behördenzugriff ins Leere.
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